Archiv für den Monat: November 2014

Ilfa und Partner sind da!

Es wurde nun aber auch Zeit für eine neue Meldung: „Ilfa“ (9R03) und Partner (6R53, ohne Logger) sind in Norddeutschland aufgetaucht! Es handelt sich um die Eltern von unserem „Leo“ (9R04). Die beiden sind besonders spannend, da wir vermuten, das sie hinter dem Ural gebrütet haben könnten! Leider gibt es auch eine kleine negative Nachricht: offensichtlich hatte das Paar in diesem Jahr keinen Bruterfolg, es führt nach ersten Angaben keine Jungvögel.

Da wir bereits auf die Erfahrungen der vergangenen Suchaktionen zurückgreifen können, kommen wir erstmal zu folgender Schlussfolgerung: warten, was passiert. Möglicherweise zieht das Paar noch weiter Richtung Osnabrück.

Außerdem gilt nun einmal mehr: Augen auf! Die aktuelle (kleine) Kältewelle sorgt für einen guten Zuflug von Singschwänen aus dem Norden, auch auf unserer Kiesgrube im Landkreis Wittenberg steigen täglich die Rastzahlen. Aktuellste Meldung: ca. 450 Singschwäne!

Halber Paul!

Gerade rief mich Axel an: er hat Paul in Brandenburg finden können! Der Download startete, brach aber ungefähr in der Mitte ab. Der Schwan war stark in Bewegung und sehr weit weg. Jetzt fliegen sie nach und nach weg. Axel versucht nun den Schlafplatz zu finden und das gesamte Datenpaket zu bekommen.
DAUMEN DRÜCKEN!!!

Update 18.11.2014, 19:30 Uhr
Leider bleibt es beim „halben Hähnchen“… Es gibt aber eine Idee, wo Paul schläft.  In meinem Kopf nimmt gerade ein Plan gestalt an. Ich fahre da morgen hin und versuche mein Glück. Die Hälfte der Daten (ungefähr bis Juli) ist ja bereits gesichert, immerhin! Mehr dazu später.

Update 19.11.2014, 07:00 Uhr:
Gestern abend habe ich noch Quartier in Linum bezogen, jetzt breche ich gleich zum 2. Teil der Reise auf. Sollte ich Paul nicht wieder finden, kommt trotzdem der extrem spannende „halbe“ Datensatz als Karte auf den Blog. Nur soviel sei verraten: so etwas kurioses haben wir bisher noch nicht…

Update 19.11.2014, 20:45 Uhr:
Ich habe heute 4 Stunden mit Paul auf dem Acker verbracht – vergeblich… Der Download startete nicht. Grund: unbekannt. ABER: wie immer gibt es 2 Sichtweisen. Ich wähle die positive. Denn: ich hatte einen sehr schönen Tag mit insgesamt ca. 700 Sing- und 160 Zwergschwänen. Dazu die lange Beobachtung von unserem „Paul“, welcher vermutlich sogar schon eine Freundin/Frau gefunden hat (?):
19.11.14 Nico
Wie versprochen gibt es nun auch die Zugroute, welche ich aus den vorhandenen Daten basteln konnte (wie gehabt unter „Die Logger-Schwäne“ –> „Paul (9R02)“.

Zwei treu, einer verschollen

Aktueller Stand:
Fridolin und Leo halten sich auf ihren angestammten Plätzen auf, von Paul fehlt nach wie vor jede Spur. Wir sind allerdings optimistisch, dass dieser irgendwo wieder auftauchen wird.
Insgesamt sind noch recht wenig Singschwäne im Lande – kein Wunder, bei diesen sommerlichen Temperaturen… Hoffentlich kommt bald der Winter und damit die große Masse an Schwänen!

Leo-Krimi mit Happy Ending!!!

EIGENTLICH wollten wir (Team der Storchenschmiede Linum und ich) nur einen gemütlichen „Gänse-guck-Tag“ am Gülper See verbringen, als plötzlich das Telefon klingelte: Leo (9R04) ist in Sachsen-Anhalt (bei Magdeburg) gesichtet worden! Da wir uns mehr oder weniger in der Nähe befanden, entschlossen wir uns dazu, die Herausforderung anzunehmen. Gegen 15 Uhr und 80 km später trafen wir am Altarm der Elbe bzw. an der angrenzenden Kiesgrube ein, kurz vor der Dämmerung. Es blieb nur wenig Zeit, die Gewässer zu kontrollieren. Und diese waren gigantisch groß… 4 Spektive, 5 Leute: 2 Teams umrundeten daraufhin die Gewässer. Sing-, Zwerg- und Höckerschwäne, aber zunächst kein Ring, geschweige denn ein Logger. Wir entschlossen uns, einen zweiten Tag im Gebiet zu verbringen. Sehr spät flogen etwa 10 Singschwäne ein, darunter ein beringter Vogel, allerdings aus Lettland. Das Licht reichte gerade noch aus, um den Code zu entziffern, dann war es auch schon dunkel. Am Auto stärkten wir uns erstmal mit Kuchen, als ein letzter Ruf eines Singschwans uns ermutigte, eine spontane Aktion zu wagen:
Ein Blick auf die Uhr offenbarte, dass sich das Download-Zeitfenster in weniger als einer Minute öffnen würde. Daraufhin legten wir einen kleinen Sprint zum Gewässer ein – im Stockdunkeln. Laptop an, Antenne anschließen, Programm öffnen und starten. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht, dass beim ersten Versuch der Download der Daten startet! Wenige Minuten später befanden sich 27.000 Datensätze auf meinem Laptop!!! Dabei haben wir den Schwan nicht ein einziges Mal gesehen.
Der gesamte Zugweg ist ein grandioses Ereignis: Uralüberquerung, Mauser in Russland, Rückzug in wenigen Tagen… Und der größte Knaller: der Schwan hat vor 4 Tagen in Linum übernachtet! Ein neuer Schwan in der Sammlung – völlig unverhofft mit den bisher großartigsten Ergebnissen!
Prost!

P.S.: Die Karte vom Zugweg befindet sich unter „Die Logger-Schwäne“ –> „Leo (9R04)“

Fridolin wurde geknackt!

10.11.2014:
Es ist soweit,das erste Datenpaket gehört uns! Nach einem nervenaufreibenden Ausleseversuch, der mehrfach missglückte, hat es Axel doch noch geschaft, die Daten auf den Laptop zu übertragen. Einfach nur genial! Jetzt geht es an eine grobe Auswertung, um einen Einblick in diesen unglaublichen Datenberg zu bekommen…
Nun fehlt erstmal „nur noch“ Paul. Er ist morgen dran…

Update 11.11.2014, 11:40 Uhr:
Eine erste kleine Zugroutendarstellung von Fridolin ist nun vorhanden. Ich werde für jeden gefundenen Schwan eine Unterseite bei „Die Logger-Schwäne“ einrichten: Einfach mit dem Mauszeiger auf „Die Logger-Schwäne“ halten, dann öffnet sich ein Unter-Menü, dort findet man die Auswertung von Fridolin.
Mir fehlen immer noch die Worte, es ist ein tolles Gefühl, die ersten Daten als Belohnung für all die Strapazen in den Händen zu halten!
Vorläufiges Ziel für den kommenden Winter: so viele Daten wie möglich sammeln, danach folgen unter anderem für meine Master-Arbeit die detailierten Auswertungen.

Paul und Fridolin im gleichen Gebiet

Sehr praktisch: beide Schwäne halten sich aktuell (grob) im gleichen Gebiet an der Elbe in NIedersachsen auf. Heute morgen war Paul zwar nicht am gemeldeten Ort zu finden, wird aber am Schlafgewässer heute abend oder morgen früh erwartet.
Fridolin spielt Katz und Maus mit uns: heute schlief er auf exakt dem selben Schlafplatz, welchen ich letzte Woche besucht hatte… Schon etwas ärgerlich… Gleichzeitig aber äußerst praktisch, weil Axel ihn dann heute abend erwischt. Wir sind nah dran! Und das gleich an 2 Loggern!!!

Paul (9R02) ist auch da!

Gestern abend erreichte uns die Meldung, dass Paul (9R02) ebenfalls in Norddeutschland an der Küste beobachtet wurde. Nun beginnt das große Rätseln, wer dort hinfährt, um die Daten auszulesen. Da es sich um einen „Jährling“ handelt (=Jungvogel von 2012), erwarten wir sehr spannende Daten zu den Mauserplätzen der Jungvögel.

Update 18:11 Uhr:
Gut das wir zunächst gewartet haben, Paul kommt uns sehr entgegen: er ist weiter gezogen und wurde heute deutlich weiter südwestlich im Binnenland an der Elbe gefunden. Axel fährt morgen dorthin, wenn alles gut geht, gehören die Daten uns 🙂
Generell gab es heute einen starken Kranich- und Singschwanzug. Wird aber auch langsam Zeit!

Fridolin (9R08) ist da!!!

Der erste große Schritt ist getan: es wurde ein Loggerschwan (9R08, Fridolin) gesichtet! Nun muss nur noch die Technik funktionieren und alles andere gut gehen. Ich mache mich in ein paar Stunden auf den Weg, um den Schwan in Norddeutschland an einem Schlafgewässer heute abend zu erwischen. Sollte es nicht klappen, habe ich morgen früh nochmal eine Chance.

Drückt alle Daumen, die ihr habt, dass alles noch so funktioniert, wie es soll! 😉

Update 20:45Uhr:
Kaum war er da, ist er auch schon wieder weg… Wir haben zwar ein tolles Sing-, Zwerg- und Höckerschwan-Schauspiel erleben dürfen, aber DER Schwan war leider nicht mehr dabei, zumindest haben wir ihn nicht gefunden. Weder rein optisch, noch mit der Antenne. Problem: die ca. 70 Schwäne kamen sehr spät, es war fast dunkel. Morgen früh versuchen wir es nochmal. Also: nochmal Daumen drücken!

Update 07.11.2014, 08:35 Uhr
Fridolin fehlt, er war bei den 87 Schwänen heute morgen nicht dabei. Es liegt also nicht an der Technik, der Schwan ist einfach wieder wo anders.
15 Zwerg-, 5 Höcker- und 67 Singschwäne flogen uns im Nebel, bei grandiosen Lichtverhältnissen entgegen. Was für ein Naturerlebnis, auch ohne Logger! Foto folgt später.
Resümee: Ein Versuch war es allemal wert, die Spannung bleibt erhalten 🙂

Auch ohne Schwäne ein Traum:
Morgenstimmung

Geschwisterkind eines Loggervogels in Sachsen!

Große Freude und etwas Ärger auf einen Haufen:
Ein Geschwisterkind der „Logger-Familie“ ist in Sachsen aufgetaucht! Dieses trägt nur einen normalen Ring (6R83) und ist aktuell scheinbar ohne seine ehemalige Familie unterwegs. Ärgerlich ist nur, dass wir nicht GENAU DIESEN Schwan mit einem Logger ausgestattet haben. Erfreulich ist jedoch, dass sich die Vögel unheimlich weit „verstreuen“: Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet in Sachsen (also recht weit südlich) ein Projekt-Schwan gesichtet wird?

Augen auf, es kann nun erstrecht ÜBERALL einer auftauchen!

Zur besseren Veranschaulichung der „familiären Beziehungen“ gibt es jetzt eine Übersicht (unter „Die Logger-Schwäne“).

„Beifang“ mit Rückmeldung aus Finnland!

Das hätte schon ein Logger-Schwan sein können:
Ein Singschwan, welcher während unserer Fangaktion Anfang des Jahres nur mit einem normalen Halsring ausgestattet wurde, hat im Sommer in Finnland 5 Jungtiere groß gezogen. Diese Beobachtung gibt schon einen kleinen Einblick in die zu erwartenden Ergebnisse unserer Logger-Träger. Die Spannung wird kontinuierlich gesteigert!